Was war.

Was ist.


Donnerstag, 5. November 2009

Ein objektiver Beherbergungsbericht....

...aus der "Kinder- und Jugendresidenz Seeblick" Kieritzsch

...wird wohl hier von keinem erwartet. Deshalb schreibe ich diesen Artikel mal wieder selber. Mir bleibt ja auch keine Möglichkeit, daß das (Danke, Fr. Lehrerin) zu ändern - das Passwort ist tief in mir vergraben und kann nur durch die Informationsextraktion aus meiner blutigen, rohen, fleischlichen Hülle gewonnen werden.
Andererseits: So bewahre ich wenigstens das Mindestniveau an Inhalt, Orthographie und Grammatik, welches einem Fress- und Katzenblog zu eigen sein sollte. Andere Hobbyblogger haben da ja so ihre Probleme... (*grin* Ich verlinke hier jetzt nix - Du hast mein volles Mitgefühl, Süzzzy ;-))

Nun aber zum

Reisebericht:

Bei wunderbarem Weltreisewetter, changierend zwischen Niesel- und Platzregen, umkränzt von Temperaturen um 8° (immerhin Celsius und nicht Fahrenheit) und gekrönt von einem Himmel so grau wie ein "TV turned to a dead channel", transportierte mich die Deutsche Bahn am Montag nach Neukieritzsch über Böhlen (das ist irgendwo kurz vor Leipzig - aber das muss man nicht wissen), um mir den Besuch meiner geliebten "Fraaa" zu ermöglichen.

Der Herbergsvater B.M. (Pirat(!) - aber ich bin ja da tolerant), fuhr uns mit seinem "Flitzi" genannten Bobbycar, das mit Hilfe der "Fraaa" mehrmals versuchte, mir die Gehfäden zu brechen, in sein idyllisches Hexenhaus, in dem ich die nächsten Tage verbringen sollte. Nach einer kurzen Rundführung und Einweisung ("Bitte nur im Sitzen scheißen!" "Hier steht Bier!" "Guck! Fleischtomaten!"), beendeten
die Süzzzy und ich den schweren, herbstlichen Tag vor der Glotze. Auch das Bett haben wir noch schön "mumelig" drapiert... Und schon war Nacht und Zapfenstreich... Jaa, da herrschen strenge, aber gerechte Regeln: Um 10 Licht aus, am Tag maximal 90 Minuten fernsehen und viel Bewegung an frischer Luft. Gut so! Die Jugend verweichlicht sonst und will über ihre Krankheiten reden!
[Kinder- und Jugendresidenz Spreeblick (und das soll so sein) aka Hexenhaus]

Nach einem entspannt begonnenen Morgen trollten wir uns Richtung Leipzig. Nach einem wunderschönen Naturlehrpfadspaziergang durch die prä-leipziger Botanik (nebenbei erntete ich Rüben, schoß klasse Naturphotos und biss in mir unbekannte apfelartige Öbste) und einer S-Bahnfahrt ("S" stands for "Stadt", folks!), während der ich mehrfach ins Hungerkoma fiel, erreichten wir Leipzig: Auch nüchtern und am Tage eine sehr schöne Stadt. Man kennt das ja gar nicht in dieser Art und Weise- sonst immer nur zum WGT, in der Nacht und zu stocknüchtern.... Herr H., Sie haben uns da sehr viel vorenthalten. Und gerade jetzt ungemein belebt - man glaubt es kaum, aber in Leipzig ist mehr los als in Goldstaub-City!?!

[Rüben stehen dieses Jahr gut im Saft - aber Eintopf war nicht drin]

Sehr empfehlenswert ist das Curryfire für den Wursthunger - ich vergnügte mich mit einem Vipernbiss, der an Schärfe für den Hunger (nicht Machismo!) genau richtig war, während sich 2 Studenten nebenan bis zur "Mother of Pain" durchquälten. Das dabei zur Milupa-Kindermilch gegriffen wurde, schmälerte den Eindruck der zur Schau getragenen Härte allerdings merklich.
Fazit: Die Wurst kommt immer noch nicht an die in Berlin ran, aber die Soßen sind klasse, die Fritten ordentlich und die Preise human. Z., Herr K. - Pfingsten geben wir uns die Schärfekante! Das hilft auch gegen Cateringstrebtokokken :-)

Süzzzys zukünftiges Quartier [sprich: Khahrtjee] besichtigten wir fix (da werden wir nie rauskommen! Und da gibt es einen 2001-Shop!!1!11!), der Lüstling Goethe stand wieder mit Beule in der Hose rum und Bach guckte wie auf Pappe an allem vorbei und gleichzeitig durch.

Im Brauhaus an der Thomaskirche wunderten wir uns über die seltsame Kombination von schlechtem Italiener und Rustikalität in der Inneneinrichtung, an sich eine wunderbare Kulisse für eine Bud-Spencer-Prügelorgie, wurden allerdings von selbstgebrautem Bock und naturtrüben Pils sowie Bruschetta versöhnt. Allein das Bier war ganz großes Kino! Zum "richtig Essen" würde ich da allerdings ohne dicken Geldbeutel nicht hingehen - lecker sahen die Muscheln (frisch!) und die handgemanschte Pasta zwar aus, aber mindestens 50 Ocken ohne Getränke kann man da für 2 bestimmt lassen...
Tolle Lage, blödes Konzept, leckeres Essen...

[Vom Appetit überwältigt, konnten nur Bruschetta-Reste festgehalten werden]

Nachdem uns der Herbergsvater mit in seine Residenz zurückkutschierte (diesmal: mit einem Raumschiff!), verlief der Abend wie üblich: dummes Geseiere, ich guckte Stromberg (Yeaah!) und überhaupt Quatsch, Quatsch, Quatsch! Und die "Fraaa" zwang mich, bis ultimo wach zu bleiben - aber ich rächte mich:

Am Mittwoch machte ich nämlich gar nüscht! Nüscht! Lange schlafen, fernsehen, Spätzle mit Pilzgeschnetzeltem (trotz Fertigprodukt lecker!) fressen, fernsehen, rauchen, lesen, rauchen, fernsehen etc. pp. ad nauseam... Ach, war das schön! (Wer jetzt sagt: "Na, wie da heeme!" bekommt recht eine gescheuert!) Und mit der "Fraaa" schmusen, bei Regenwetter und Gestürme - schieee!

(Oh Gott, werde ich etwa sentimental?! Moment: Ich kuriere mich fix selbst:
HELL, DESTRUCT THE SYSTEM OF EMOTIONAL SICKNESS!!!/
SATAN - UP THOU RISE/ INFILTRATE THE HOLY LIES!/
HEAVEN CRUSHED BY OUR CRYSTAL MINDS!!!)
Ach - besser: Jetzt geht's wieder!

Heute warf ich mich mit mentalen Bauchschmerzen in die Bahn (Süzzzy, ich habe mir eine Karte nach Neukieritzsch zurück gekauft - ich weiß, du lachst jetzt, aber die süßen Bahnbegleiterazubinen kann ich nicht bescheißen...), railroadete zurück nach Goldstaub-City, traf cutl und fand in der WG alles... fein vor. Ich bin begeistert. Und das Netz ist auch wieder da ;-)

Endresümee: Die "Kinder- und Jugendresidenz Seeblick in spe" ist mehr als eine Reise wert. Eine sehr schöne, romantische Lokalität, die für den Reisenden Schutz vor Regen und Sturm sowie Nahrung und eine lustig tanzende "Fraaa" (NUR FÜR MICH!!!) bereit hält.


P.S.: Egal, was ihr hört: Ich bin keine Auslegware!

Kommentare:

  1. Ticket: Ich habe nichts anderes erwartet, da hast du mich nicht enttäuscht ;-)

    Unter dem Hexenhausbild steht übrigens "Spreeblick".
    Ja, das waren schöne Tage, muss ich sagen! Auch wenn du die sensationelle Erfindung des "Türen-unter-Höllenlärm-Zuschlagers" nur akkustisch wahrnehmen konntest.
    Donnerstag Abend haben wir übrigens noch gekettensägt, um einen rustikalen Tisch für all die Tonkrüge/ Blumentöpfe zu bauen. Nun steht die "Töpferwerkstatt" gleich links vor dem künftigen "Ritterzimmer". Crazy, oder?

    Tschüüsssiiiiiiiii bis morgen
    :-*

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  2. Sorry, wenn ich jetzt hier mal kurz meinen Beruf raushängen lassen muss, aber (Räusper!): erst einen ARTIKEL mit "ß" schreiben und dann von "Mindestniveau an (...) Orthographie" schreiben...?!? Herr K., bitte üben Sie das nochmal. :0)
    Hab ich dich heute auf dem Rückweg vom Einkauf an der Jet ertappt? Sorry, wegen des Nichthupens - war auf dem Weg zum Kiga und hab in der Eile die Hupe net gefunden (hab ich noch nicht so oft gebraucht im "neuen" Wagen...).
    Grüße aus dem fernen Goldstaubcity Ost!!!

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  3. "Ess-Störung" berichtigt! Wenn, dann ALDI...(obwohl der ja auch böse ist...)

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  4. Warum fühl ich mich jetzt nicht besser...?!?!

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