Was war.

Was ist.


Montag, 20. Juli 2009

20. Juli 2009

Hexenreihen


Wir lachen eures wahnes -
Geschlechter falschen spanes -
Ihr äugen blöd und blau
Seht nur den tag voll trug -
Die unsern nächtig glau
Erspähn den innern fug.

Euch ist die haut nur kund -
Wir wissen tausend namen
Von wind- und wolkenschub
Vom heer im wassergrund
Von tausend dunklen samen
Die finsternis vergrub.

Uns ist der tanz im krampfe -
In wülsten und gekrös
Sind uns die leiber schön.
Duft ist im moderdampfe.
Im wirbelnden getös
Vernehmen wir getön.

Stefan George
(* 12.07.1868 , † 04.12.1933)

"Es lebe das geheime Deutschland!"

(Und das S. heute die Alpenfestung das Kehlsteinhaus mit ihrem Besuch beehrt, passt doch wie die Faust auf´s Auge.)

Meine Netzpräsenz wird sich in den nächsten Tagen wohl auf Grund meines Aufenthaltes im "goldenen Westen" (Gibt´s Begrüßungsgeld? Und Bier?) auf Getwitter beschränken. Nuja, das muss auch mal gehen. Die "Aktuelle Kamera" is´ am Start, wann´s los geht, weiß ich erst, wenn ich Hygiene betrieben und gepackt habe und sowieso geh´ ich das Ganze eher salopp an. Biebesheim ist ja noch Europa. Oh, es gibt dort sogar einen Vogelpark, der sich als soziale Einrichtung begreift! Und die Kühkopf-Knoblochsaue ist auch nicht weit weg! Vorfreude!

Bis die Tage!

>>L:V:X<<

Ach, und das ist nur für Dich, S.:
(Diese Scheiß-GEO Epoche über die "Deutsche Romantik" macht ganz wirr im Kopf...)

1 Kommentar:

  1. Zum Thema passend:


    Gottfried Benn

    DAS GANZE

    Im Taumel war ein Teil, ein Teil in Tränen,
    in manchen Stunden war ein Schein und mehr,
    in diesen Jahren war das Herz, in jenen
    waren die Stürme - wessen Stürme - wer?

    Niemals im Glücke, selten mit Begleiter,
    meistens verschleiert, da es tief geschah,
    und alle Ströme liefen wachsend weiter
    und alles Aussen ward nur innen nah.

    Der sah dich hart, der andre sah dich milder,
    der wie es ordnet, der wie es zerstört,
    doch was sie sahn, das waren halbe Bilder,
    da dir das Ganze nur allein gehört.

    Im Anfang war es heller, was du wolltest
    und zielte vor und war dem Glauben nah,
    doch als du dann erblicktest, was du wolltest,
    was auf das Ganze steinern niedersah,

    da war es kaum ein Glanz und kaum ein Feuer,
    in dem dein Blick, der letzte, sich verfing:
    ein nacktes Haupt, in Blut, ein Ungeheuer,
    an dessen Wimper eine Träne hing.

    -----

    Besonders interessant übrigens in Hinsicht auf die Rolle, die Benn selbst kurzzeitig im (Kultur-)Betrieb der Nazis einnahm.

    Vermiss dich! :-*

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wählte weise folgende Worte:

 
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