Was war.

Was ist.


Donnerstag, 23. Juli 2009

Sleep long and prosper

Bevor der heutige Tag hier Revue passieren soll, möchte ich dich, geneigter Leser, vor einer der schrecklichsten Bedrohungen der Produktivleistung des deutschen Volkes warnen:
Kombiniere niemals, unter keinen Umständen, nicht mal, wenn der Dalai Lama, Helmut Schmidt und Axl Rose dich gemeinsam auf Knien anflehen, folgende Ingredenzien, wenn du zur Leistungselite gehörst oder gehören willst:

-Schlafbrille
-Ohropax
-Pfälzer Wein

Du wirst einfach nur schlafen, schlafen, schlafen. Und das auch noch gut finden! Bereits einmaliger Gebrauch dieser Wirkstoffkombination macht abhängig! Schlimmer noch als dieses Teufelskraut Marihuna oder gar WoW! Diese Schwächung der Wirtschaftskraft kann in Zeiten der Krise den Genickbruch der staatlich verordneten Aufschwungdoktrin bedeuten. Gerade der Chinese arbeitet wie besessen an der Herstellung dieser Elemente und ihrer Verbreitung in Europa!
Frage dich: Warum? Du kennst die Antwort bereits!

Allerdings: Urlauber dürfen alles! Außerdem verstehe ich mich selbst als Forschungsreisenden in Sachen innerer und äußerer Universen. Da darf man auch vor Erfahrungen nicht zurückschrecken, die dem Normalbürger Kälteschauer und Hitzewallungen bescheren würden. Alles für die Wissenschaft!
Deswegen war ich heute nur ein ganz klein wenig adrenalingepeitscht als das Hervorlugen unter oben erwähnter Brille und das Schielen auf die Uhr dann doch schon 10:36 Uhr als Zeitkoordinate ergab. Ach ja, um 11:00 war ja Frühstück angesetzt - Ohropax rauspopeln, Duschen wie in guten alten Kasernenzeiten (Hurry! Hurry! Go, go, go!), antreten!

War natürlich alles halb so wild (obwohl ich die Deadline gepackt habe - Time, you do not own me!).
Bei Salbeitee und Zigarette gab´s dann die Ausgabe des Tagesbefehls, der letztendlich beinhaltete:

-irgendwann Nahrung in den Leib bringen (1h später)
-lokales Geschäft zur Beschaffung der Care-Paket-Zutaten aufsuchen (sobald T. wach ist)
-Besuch in Worms bei Ex-Kollegin von S. sowie dem Stadtteilbüro Wormser Süden
(WTF? Das wird ja wirklich noch zur Fortbildung! Ob ich das von der Steuer absetzen kann?)

Die Sache mit der Nahrung wurde durch Einsatz frischer Brötchen gelöst, war also wenig spektakulär - "Ich bin halt nicht so der Frühstücksmensch!"[Ich zitiere mich gerne selbst! :-)]

Dann wurde das Ganze schon lustiger:
Kleine Läden in kleinen Gemeinden? Gibt es natürlich nicht!
Winzige Läden in winzigen Gemeinden? Totale Fehlanzeige!
(Keine Läden in keinen Gemeinden könnte allerdings schon wieder klappen...)

Also auf zum Edeka. Die könnten ja so ein, zwei Produkte führen, die wir daheim noch nicht kennen.
Durch Nachfrage beim Marktleiter (!) nach regionalen Produkten stellte ich in einem Gefühlskonglomerat aus Stolz und Überheblichkeit gepaart mit Frustration fest: Der Sachse kennt die hiesige Küche zumindest vom Lesen besser als der Einheimische!
"Ahle Worscht?!? Noch nie davon gehört!"
Nun ja...
Ich hoffe, der kleine Hinweis auf die Wikipedia trägt Früchte.
Aber keine Angst: Ein paar Spezereien konnten wir zusammenklauben - ein Produkt wurde sogar mit tatkräftiger Hilfe T.s unentgeldlich requiriert. Schadenersatz gibt´s nach dem Sieg des Kommunismus ;-).
Das Care-Paket ist also gesichert - falls ich das Zeug nicht vorher selbst aus Neugier zusammenfresse!


Nachdem ich endlich wieder rauchen konnte, ging´s los nach Worms.
Vorbei an den malerischen Sakralbauten der Zeit des modernen Menschen, auch bekannt als AKW Biblis (besonders bemerkenswert waren die roten (zum Reaktor) und grünen (schnell weg von hier) Pfeile an den Straßenschildern), mehreren Verknotungen des Raum-Zeit-Gefüges sowie Zweifel am eigenen Orientierungsvermögen verursacht durch eine weibliche, dominate und leicht verwirrte Navi-Stimme [Zitat S.: "Nächstes Mal stell´ ich wieder den Mann ein!"], erreichten wir die Nibelungenstadt Worms.

Erst dachte ich mir: Scheiße, daß wir keine Zeit haben, hier Historie zu besichtigen. Aber der Besuch im Stadtteilquartier Worms-Süd / Boosstraße, das Gespräch mit dem Quartiersmanager J. Maier sowie die Begeisterung, die man förmlich mit Händen greifen konnte ["Goldig!"], entschädigten voll dafür! Mit Details will ich euch nicht langweilen - deshalb nur als mein Fazit: Soziale Arbeit hängt massiv von den finanziellen Mitteln ab und die sozialen Brennpunkte in Heimat und Fremde unterscheiden sich grundlegend!
Naja, da erzähl´ ich bei Bedarf gern nach meiner Heimkunft breit und auswalzend drüber. Da S. T. leider hungrig, müde und quengelig wurde (doch, der darf das noch..), fiel diese lustige Erzählrunde nicht übermässig lang, aber sehr spannend aus. Trotzdem: Worms ist so auf den Durchfahrtsblick hin auf jeden Fall eine (Kultur)Reise wert...
Zurück in Biebesheim wurde T. verköstigt ("Verfugen" hab´ ich mittlerweile drauf :-)), zur Ruhe gebettet (Hr. Kretschmar am Babyphon konnte sich in Abwesenheit der Eltern ein -wenn auch stummes- "ZUGRIFF!" nicht verkneifen... Klapskopf!) und mir original schwäbische hessische Käsespätzle serviert. Langsam glaube ich, hier wird ein großes Geheimnis gehütet... Existiert Hessen eventuell gar nicht? Oder ist die lokale Küche sooo schmackhaft, daß sie Fremden verwehrt bleiben soll? Wer ist hier tätig? Illuminaten? Freimaurer? Ich bleibe dran!

Die alleinreisende Susi (Abscence makes the heart grow fonder:-*--) hab´ ich in dieser Zeit der allabendlichen politischen Diskussion leider nicht erreicht - wahrscheinlich fällt sie bereits Eichen mit Forellen und kommt nie zurück :-(

[Wenn du lange genug in den Abgrund schaust, schaut auch der Abgrund in dich.]

Tja, dann muss ich wohl nach Bayern ziehen und mein Leben als Heeresbergziege fristen. Aber ab und an ein bischen Stroh, a Helles und ein paar Streicheleinheiten machen bestimmt auch das zu einem richtigen Leben im richtigen ;-)

Morgen geht´s nach Darmstadt, Hessisches (wer´s glaubt) Landesmuseum, und an den Fluss der Deutschen, Vater Rhein, und zwar dort hin, wo das Nibelungengold versenkt wurden sein soll. Braucht jemand was? Ich bin ja schon durch diesen Blog 65k $ schwer - und durch die Fischholzfällerin in den Alpen selbst ohne monetäre Mittel vollends zufrieden!

Äppelwoi hoi!

>>L:V:X<<

Kommentare:

  1. Ja, werde meine Bergziege! Ich bin sowieso ein großer Ziegenfreund. Einen komischen Bart hast du ja schon ;-P - das mit dem Fell und den Hörnern kriegen wir schon irgendwie hin. Hauptsache das zänkische Bayernbergvolk bemerkt nicht, dass wir keine Kurtaxe zahlen! Dann is Schluss mit Idylle und wir werden mit Mistgabeln und Fackeln aus dem Dorf gejagt. Dann bleibt uns nur, den Zarathustra auf dem Watzmann zu machen. Solange da Internetz ist, ist alles gut! Verlebung durch Luft und Liebe!
    Hollllaaaaahihoooooooo

    Küsse jodeln dir entgegen! :-*

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  2. Weberabwehrregiment Günther23. Juli 2009 um 09:25

    Hohoho, Rheingold *sabber*...

    nun das würde die Problematik des neu in Auftrag gegebenen Todesterns in Goldstaub-City lösen - feuer frei :)

    Bringe mit, den nicht jeder ist so solvent wie der Herr LVX, auch wenn es in allen gängigen unter Hochdruck erstellten pornösen Inseraten anders dargestellt wird^^

    Need Gold - will Mount kaufen *gg*

    Ach ja und zur Sucht bzw. Worms und den Nibelungen... auch ein Zwerg kann grosses vollbringen wenn man ihn denn lässt (anspielung auf Alberich und die omnipresente bedenkliche Liebe des Herrn LVX zu vergorenem)

    So denn - bis späteter^^

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  3. Weberabwehrregiment Günther23. Juli 2009 um 09:48

    p.s

    sollstest Du in Darmstadt auf marodierende Muselmanenhorden treffen - sag bescheid, den ICH habe Jerusalem erobert...

    Deus lo Vult....

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  4. Sternzeichen Schilling23. Juli 2009 um 10:35

    Lieber LVX bist du denn nun völlig dätsch im Kopf? Erst findest du Hessen als Kulturerlebnis dann Bayern als Wellnessoase. Vergiss mal nicht wo du herkommst und ja wir haben auch ein schönes Museum und wenn du Urlaub im grünen machen willst gibt es bei uns auch Wald.

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