Was war.

Was ist.


Donnerstag, 22. Oktober 2009

How we met Justicia...

Gestern hättest du Sack zumachen können, lieber Staat. (Fast) Die ganze konspirative Bande auf einem Trampel und noch dazu zu Zeiten, in denen mit Gegenwehr nur spärlich zu rechnen war! Ätsch - Pech gehabt!

Aber beginnen wir im Februar diesen Jahres in einer kleinen Provinzstadtin in der Diskothek "Fabrix". Ein nicht ganz so junger Mann, provoziert durch einen Nebenbuhler um das Herz einer Frau sowie seine "Kneipenbekanntschaft" zeigten selbigen die Fliesen, den kürzesten Weg eine Treppe hinab sowie vorerzgebirgische Glaswurfkunst. Wohl ein kulturell hochwertiger Abend...

Was, wie es sich für einen Rechtsstaat gehört, gestern so enden musste:

[Beleidigung wurde nicht erwähnt]

Da ich an besagtem Abend in Chemnitz weilte und bessere Sachen als Kneipenschlägereien in meinem Portfolio standen, durfte musste ich nicht vor dem Amtsgericht Zwickau aussagen. Obwohl das "Zeuge" sein hier wohl sehr dehnbar ist - schönste Aussage: Richter: "Was haben Sie gesehen? Hauptzeuge: "Ich habe eigentlich gar nichts gesehen."
Als mentale Rückendeckung verließ also gestern eine kleine Delegation, deren Dresscode sämtliche Parameter eines NPD-Parteitags abgedeckt hätte (von diversen Totenköpfen und BURZUM-Shirts über leger autonom bis zur Dresdner Schule), die Stadt aus Goldstaub und rückte pünktlich im AG.

Mit Details möchte ich nicht langweilen: Die Sache ging relativ glimpflich für beide Angeklagten aus. Glück im Unglück, daß der Richter gut drauf war, die Verabredung zum gemeinschaftlichen Handeln recht schnell aus den Tatvermutungen gestrichen wurde und die Staatsanwältin mit Ihrer Definition von "gefährlichen Gegenständen" nicht durchkam.
Nochmal: "Glückwunsch!" ist vielleicht das falsche Wort, aber ihr hattet Mehl, Jungs!
Das ich schon schlimmeres gesehen habe, ohne daß es zu irgendwelchen gerichtlichen Nachspielen kam, ist damit auch nur für meine subjektive Beurteilung des Justizsystems von Belang.

[Ist das die Fliesen-Bestie?]

Leserbrief:

Nach meinem Dafürhalten hätte es für beide Täter nur eine gerechte Strafe gegeben:

TOD DURCH DEN STRANG!

Wie soll man den sonst noch auf provokante Weise mit seiner Freundin angeben? Der Diskobesuch muss Schaulaufen bleiben! Morgen schreibe ich einen Brief an die BILD-Zeitung, um dieses Schandurteil anzuprangern! Diese Bestien dürfen nie wieder auf freien Fuß kommen - denkt denn niemand an die Kinder?

L. Kretschmar
Fassaufmacher
Gmündisch-Herzbornried


Nach einer Stärkung im Wenzel (immer sehr zu empfehlen), stratzte ich mit cutl noch ein wenig durch die Stadt, wobei sie sich so verausgabte (H&M), daß ein abendliches Beiwohnen zur "Geschafft"-Sitzung nicht möglich war. Anwesend waren dafür Moralphilosophen, militante Pazifisten, M.J. und Peppermint Patty.

Ach, und der Falterpark wird für irgendwas Großes vorbereitet... Ich bin gespannt!

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